Schlagwort: Kriegsausstellung 1916

  • „Z’erscht kriagst a Watsch’n, dann gemma Kriag schaun“

    „Z’erscht kriagst a Watsch’n, dann gemma Kriag schaun“

    Die Kriegsausstellung 1916 im Prater

    Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Jahrbuch 2025 der Österreichischen Gesellschaft für Familien- und regionalgeschichtliche Forschung (ÖFR) erstveröffentlicht und für diesen Blogbeitrag überarbeitet.

    Mein Beitrag beschreibt die Eröffnung der Kriegsausstellung im Wiener Prater am 1. Juli 1916 und den Ausstellungsbesuch eines Buben mit seinem Onkel. Fakt und Fiktion werden vermischt. Ich möchte einen Einblick in die Psyche eines Teiles der damaligen Bevölkerung geben. Die Geschichte ist frei erfunden, sie könnte sich aber so zugetragen haben. Frau Mutter, Herr Vater, Onkel Rudi und der kleine Franzi haben nie gelebt (Bemerkung: zu dieser Zeit waren ältere Verwandte Respektspersonen, welche in der Höflichkeitsform mit ‚Sie‘ bzw. Frau Mutter, Herr Vater usw. angesprochen wurden). Alle anderen Personen, die Kriegsausstellung, die Ansprachen und andere Geschehnisse wurden sorgfältig recherchiert und sind Fakt. Die Transkription der Zeitungsartikel soll die Denkweise eines Teils der Bevölkerung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts und die Wichtigkeit bestimmter Themen zeigen.

    Abbildung 1: Friedrich Gustav Kardinal Piffl (1864 – 1932)
    Gemeinfrei, File:Friedrich Gustav Kardinal Piffl (1864–1932) 1927 © Georg Fayer (1891–1950) OeNB 10453845.jpg (8. Juli 2024)

    Der kleine Franzi ist heute ganz aufgeregt. Am Vormittag wird seine Firmung durch Kardinal-Fürsterzbischof Friedrich Gustav Kardinal Piffl[1] stattfinden. Es werden aber nur seine Mutter und der Firmpate, Onkel Rudi, daran teilnehmen. Der Vater des kleinen Franzi ist Arzt und im Krieg irgendwo im Osten in einem Lazarett tätig. Franzi hat den Herrn Vater seit zehn Monaten nicht mehr gesehen, aber er schreibt regelmässig Briefe an ihn. Franzi ist mächtig stolz auf seinen Herrn Vater, denn dieser rettet Leben und schaut, dass die Verwundeten wieder gesund werden, um dann wieder für Gott, Kaiser und Vaterland[2] kämpfen zu können. Onkel Rudi hat sich für den kleinen Franzi ein ganz besonderes Geschenk zur Firmung einfallen lassen. Es ist nicht die übliche Uhr, sondern ein Besuch der Kriegsausstellung im Prater. Der kleine Franzi freut sich sehr. Endlich sieht er, wie es im Krieg wirklich ist und wie ein Lazarett aussieht, in dem Herr Vater arbeitet. Onkel Rudi ist auch froh. Eine Uhr ist viel teurer als der Eintritt in die Kriegsausstellung.

    Die Leistungsschau findet im Prater im Kaisergarten und der Gallitzinwiese auf einer Fläche von 50.000 m2 statt. Ursprünglich hätte sie im Mai eröffnet werden sollen, aufgrund von Bauverzögerungen wurde es Anfang Juli. Zur Unterhaltung gibt es ein Kino mit 760 Sitzplätzen und ein Theater für 1.360 Besucher. Eine Kriegsinvalidenkapelle spielt schmissige Stücke.
    Durch Gewerbe und Industrie wird ein Einblick in die Kriegsführung zur Belehrung der Bevölkerung gegeben.[3] Im Ausstellungskatalog steht: „Die Bevölkerung wird sich ein Bild über alles das machen, was mit dem Kriege in innigem Zusammenhang steht, und wenn überhaupt die Opferwilligkeit der Bevölkerung noch steigerungsfähig ist, ermutigt werden, bis zum Ende auszuharren. Sie soll auch das Bewusstsein geben, dass für die Angehörigen der Armee in jeder Richtung gesorgt wird, dass namentlich die Verwundetenpflege gewissenhaft gehandhabt wird, dass es niemand an der nötigen Fürsorge fehlen lässt, und diejenigen, die ihre nächsten Verwandten und Freunde im Felde haben, werden die Beruhigung mit sich nach Hause nehmen, dass hilfsbereite Kräfte sich ihrer annehmen, wenn sie deren bedürfen“[4]

    Einige Tage vor dem Besuch der Kriegsausstellung hat Onkel Rudi folgende Beiträge in der Neuen Freien Presse gelesen:

    „Die Eröffnung der Kriegsausstellung im Kaisergarten

    Wien, 1. Juli

    Heute vormittag um 11 Uhr wurde die Kriegsausstellung im Kaisergarten durch Erzherzog Franz Salvator in Stellvertretung des Kaisers eröffnet. Zur Eröffnung hatten sich eingefunden: der Ehrenpräsident der Ausstellung Kriegsminister Generaloberst Freiherr v. Krobatin, Landesverteidigungsminister Generaloberst Freiherr v. Georgi, Unterrichtsminister Dr. Ritter v. Hussarek, Arbeitsminister Dr. Trnka und Finanzminister Dr. v. Leth, der türkische Botschafter Hussein Hilmi Pascha, der bulgarische Gesandte Dr. Toschew mit Legationsrat Dr. Stojanow, Militärattaché Oberstleutnant Tantilow, Generalkonsul Stiaßny, der bayerische Gesandte Baron Tucher, der chinesische Gesandte Shen-Soeu-Ling, Kardinal-Fürsterzbischof Piffl, Feldbischof Bjelik, Feldzeugmeister Benda, Feldzeugmeister v. Czeipek, G. d. I. Vizepräsident vom Roten Kreuz v. Zednik, G. d. I. Tyszlar, Militärkommandant G. d. I. v. Kirchbach, der Vorstand des Kriegsfürsorgeamtes FML. v. Loebl mit Gemahlin, Vorstand des Militär-geographischen Instituts FZM. Frank, FML. v. Bellmont mit Gemahlin, FML. Paul Freiherr v. Wernhardt als Vertreter des Deutschen Ritterordens, FML. Reinold, FML. Glücksmann, Generalstabsarzt und Chef des militär-ärztlichen Offizierskorps Ritter v. Töply, Generalstabsarzt Szilagyi, Chef des honvedärztlichen Offizierskorps, Generaloberstabsarzt Thurnwald, Chef des landwehrärztlichen Offizierskorps, Direktor des Kriegsarchivs GM. Hoen, GM. Fürst Starhemberg, GM. Vukelic, Stadtkommandant, GM. Ritter v. Mossig.

    Ferner waren erschienen von der deutschen Botschaft Legationsrat v. Bethmann Hollweg, Prinz Erbach-Schönberg, Marineattache v. Freyberg, Prinz Reuß und Hauptmann von dem Hagen, der deutsche Konsul D. v. Vivenot, der Präsident des Gemeinsamen Obersten Rechnungshofes Freiherr v. Pener mit Gemahlin, der Präsident des Obersten Rechnungshofes Geheimer Rat Freiherr v. Beck mit Gemahlin, Hofwirtschaftsdirektor Hofrat v. Prileszky, Polizeipräsident Baron Gorup, Oberpolizeirat Dr. Pammer, Gouverneur der Postsparkassa Freiherr v. Schuster-Bonnott, die Hofräte Professor Dr. Finger, Stukart, Haas, Dr. Kobler und Illing.

    Weiter waren gekommen: Minister a. d. Freiherr v. Engel, Fürst-Großprior des Malteserordens Graf Hardett, Fürst Esterhazy, Generalstabsart Pick, Vorstand des Kriegshilfsbureaus Hofrat Dr. Prinz Liechtenstein, Präsident der Zentralschulbücherverlage Dr. Heinz, der Präsident des Hilfsvereines vom Roten Kreuze für Niederösterreich Graf Thurn-Valsassina, Oberleutnant Graf Alexander Kolowrat, Graf Salm, die Oberstabsärzte Dr. Spitzy und Dr. Wildner, die Regierungsräte Fleischner und Kupka, der gewesene Petersburger Generalkonsul Balsin, der persische Generalkonsul Chilaiditti, Artillerieoberingenieur Direktor des Heeresmuseums John, die kaiserlichen Räte Sachsel mit Gemahlin und Vogel, Vorstandsmitglied des Witwen- und Waisenfonds Oberleutnant Spitzer, Major A. Fritsch, militärischer Leiter mehrerer Fabriken, Kommerzialrat Heinrich Grimm, Zentraldirektor Senitza, Direktor Rudolf Sarlos, die Landesausschüsse Bielohlawek und Sturm, die Gemeinderäte Dr. v. Dorn, Schäffer und Eder, Oberbaurat v. Emperger, Vizepräsident des Roten Kreuzes v. Boschan, Sanitätschef des Roten Kreuzes Dr. Lamberger, Moritz Ritter v. Guttmann, Bildhauer Professor Kautzsch, Komponist Karl Weinberger mit Gemahlin, Bildhauerin Lona, die Maler Professor Goltz, Adams, Prinz und zahlreiche andere Maler, v. Zamboni, Dr. Ignaz Bindermann, Vizepräsidentin der Kriegspatenschaft Frau Frankl-Scheiber mit Tochter, Frau Generalkonsul Medinger mit den Damen Lederer und Thonet-Wurm von der dänischen Deckenaktion, Frau Hauptmann Rosa Böhm usw.

    Während des Rundganges wurde vom Erzherzog die Benagelung des „U-Bootes in Eisen“ vorgenommen. Die eindrucksvolle Ansprache an den Erzherzog hielt Konteradmiral Schanzer.

    Beim Haupttore der Ausstellung wurde der Vertreter des Kaisers, Erzherzog Franz Salvator, vom Ehrenpräsidenten der Kriegsausstellung Kriegsminister Generaloberst Freiherrn v. Krobathin unter den Klängen der Volkshymne empfangen und begrüßt. Der Erzherzog wurde sodann in die Ehrenhalle geleitet, woselbst der Kriegsminister zunächst den Präsidenten des Arbeitsausschusses, Herrenhausmitglied Hofrat Ritter v. Vukovic, vorstellt, der dann die Mitglieder des Arbeitsausschusses, und zwar: die Herren Vizepräsidenten Truchseß v. Hoefft und Direktor Dr. Domenego, den Direktor der Adriatischen Bank Matthäus Herceg sowie den Großindustriellen Rudolf Ritter v. Kraßl, die militärischen Beiräte Artillerie-Oberingenieur Dr. Wilhelm John, Direktor des Heeresmuseums, Major Regierungsrat Oskar Weis, Hauptmann Eugen Grasser und Korvettenkapitän Plachuota, ferner den Chefarchitekten Professor Karl Witzmann, den ständigen Beirat kaiserlichen Rat S. Lehr, Kanzleidirektor Julius Kofler sowie Direktor S. Reich, welch letzterer als Konsulent für alle die ungarischen Aussteller betreffenden Belange fungierte. Als Vertreter der Presse wurden der Obmann des Preßkomitees Chefredakteur Wilhelm Singer und der Preßleiter der Ausstellung Max Forst dem Erzherzog vorgestellt.

    Ansprache des Hofrates v. Vukovic

    Hofrat v. Vukovic hielt hierauf eine Ansprache, in der er sagt:

    Mit größter Begeisterung und tief empfundener Dankbarkeit begrüßen wir das Erscheinen Eurer k.u.k. Hoheit als den erlauchten Vertreter Sr. k.u.k. Apostolischen Majestät, unseres geliebten und innigst verehrten Kaisers und Königs zur Eröffnung der Kriegsausstellung Wien 1916, eines leuchtenden Wahrzeichens opferfreudiger Tätigkeit während des Krieges.

    Der hochherzige Entschluß Sr. k.u.k. Apostolischen Majestät, sich bei dieser Gelegenheit durch Eure k.u.k. Hoheit allergnädigst vertreten zu lassen, verleiht dem patriotischen Werke die größte Weihe und dokumentiert gleichzeitig, welch hohe Bedeutung unser oberster Kriegsherr der ungeheuren Arbeitsleistung beimißt, die Heer und Volk aufbieten mußten und noch aufbieten müssen, um den gewaltigen Ansturm auf die Integrität unserer Monarchie abzuwehren.

    Diese Fülle von Arbeitsleistung zu versinnbildlichen und der breiten Öffentlichkeit vor Augen zu führen sowie zur Verherrlichung der glänzenden Waffenerfolge unserer glorreichen Truppen und ihrer treuen Verbündeten beizutragen, hat sich die zur Eröffnung gelangende Kriegsausstellung zu ihrer Hauptaufgabe gestellt.

    In diesem Sinne soll die Ausstellung dem Ernste der gegenwärtigen Zeit entsprechend, vorwiegend eine Stätte der Belehrung und nicht des Vergnügens werden.

    Während die bisherigen Ausstellungen der Anbahnung wirtschaftlicher und kultureller Beziehungen galten, ist dieser Gedanke bei unserer Kriegsausstellung in die zweite Linie gerückt. Sie strebt vornehmlich die Belehrung der Bevölkerung an, die einen Einblick in die Art unserer Kriegführung erhalten und der gezeigt werden soll, was die Kriegsverwaltung und die mit dem Kriege zusammenhängenden Industrien und Gewerbe, was die Opferwilligkeit und die Begeisterung der Bevölkerung geleistet haben. Dadurch daß die kriegerischen Ereignisse, die ganz Europa in ihren Wirbel hineinzogen, die volkswirtschaftlichen Verhältnisse aller Staaten bunt durcheinander würfelten, ist an die Kriegsverwaltung bei der Zusammenfassung aller in der Monarchie vorhandenen Kräfte für die Kriegszwecke eine ungeheure Anforderung gestellt worden, der sie aber in vollkommen entsprechender Weise gerecht wurde. Industrie und Gewerbe mußten ihre Betriebe fast über Nacht den neuen Bedingungen anpassen und auch alle wirtschaftlichen und geistigen Kräfte mußten zu einem bestimmten erhabenen Zwecke, zu einem machtvollen Ganzen zusammengefaßt werden. Die Summe dieser vielfältigen Arbeit hat dann die überwältigenden Erfolge an der Front vorbereitet, herrliche Siege gezeitigt und den festen, entschlossenen Willen im Volke ausgelöst, bis zum siegreichen Ende durchzuhalten.

    Alle diese hervorragenden Taten, die auf den verschiedenen Gebieten des wirtschaftlichen, militärischen, humanitären und geistigen Lebens entwickelt wurden und zu so ungeahnten Leistungen sich verdichteten, finden ihren konkreten Ausdruck in der Summe der Objekte, welche – insoweit das militärische Geheimnis es nicht hinderte – in der Kriegsausstellung vereinigt sind.

    Eine Auswahl von Trophäen und Beutestücken gibt von den vielen Heldentaten unserer Armee und Marine und ihrer erfolgreichen Verbündeten Deutschland, Bulgarien und Türkei, die auch in der Kriegsausstellung treue Bundesgenossenschaft halten, beredtes Zeugnis.

    Die Heeresverwaltung, die als Hauptausstellerin fungiert, hat hier eine willkommene Gelegenheit gefunden, in großzügiger Weise zu der Bevölkerung zu sprechen und ihr einen Begriff von den überwältigenden Leistungen der wirtschaftlichen, militärischen und organisatorischen Faktoren zu geben, denen die fortgesetzt steigende Schlagkraft Österreich-Ungarns zu danken ist.

    Die Kriegsausstellung Wien 1916, welcher das große Glück zuteil wird, von Eurer k.u.k. Hoheit in Vertretung Sr. k.u.k. Apostolischen Majestät eröffnet zu werden, wird unter diesen Auspizien sicher ihren hohen Zweck erfüllen, überzeugend und belehrend zu wirken und den Fürsorgezwecken, deren Förderung den Veranstaltern der Ausstellung als Endziel vor Augen schwebt, zum Vorteil gereichen.

    Ich bitte Eure k.u.k. Hoheit ehrerbietigst, die Kriegsausstellung Wien 1916 gnädigst als eröffnet erklären zu wollen.

    Eröffnungsansprache des Erzherzogs Franz Salvator

    Erzherzog Franz Salvator erwiderte: „Seine k.u.k. Apostolische Majestät haben mich mit allerhöchstseiner Vertretung bei der feierlichen Eröffnung der Kriegsausstellung in Wien 1916 Allergnädigst zu betrauen geruht.

    Diesem Allerhöchsten Befehle Folge leistend, spreche ich im Allerhöchsten Namen Seiner k.u.k. Apostolischen Majestät dem Arbeitsausschusse, der Heeresverwaltung als Hauptausstellerin sowie allen jenen Funktionären der eigenen Monarchie und der mit uns treu verbündeten Staaten, unter deren unermüdlicher Leitung und Mitarbeit ein Werk von hoher ethischer Bedeutung für alle Bevölkerungsschichten der Monarchie erstanden ist, das nicht nur dem Zwecke des Einblickes in die Art unserer Kriegsführung, sondern auch der Kriegsfürsorge dienen soll, welche letztere Aktion Seiner k.u.k. Apostolischen Majestät besonders am Herzen liegt, den Allerhöchsten Dank aus.

    Ich wünsche den Veranstaltern als verdienten Lohn volles Gelingen und Gedeihen und erkläre hiemit im Namen Seiner Majestät des Kaisers und Königs die Kriegsausstellung für eröffnet.“

    Sodann trat der Erzherzog unter Führung des Ehrenpräsidenten und der Mitglieder des Arbeitsausschusses den Rundgang durch die Ausstellung an.

    * * *

    Dem Festkomitee der Ausstellung gehören an als Obmann: kaiserlicher Rat Siegfried Franz Weil; als Mitglieder: kaiserlicher Rat Dr. Moritz v. Hohelangen, Oberbaurat Dr. Fritz Edler v. Emperger, kaiserlicher Rat Ingenieur Hugo Fuchs, Doktor H. Th. Hillischer, Hofzahnarzt, kaiserlicher Rat Artur Ritter v. Kink, S. Königstein, Präsident des Telephonvereines, Gustav Prinz, Juwelier, Zivilingenieur Ludwig Paul Roth, Theodor Sachsel, Oberinspektor des Eisenbahnministeriums, Dozent Paul Schmidt, kaiserlicher Rat Friedrich Vogel, Genossenschaftsvorsteher, Professor Julius Ziegler.

    * * *

    Im Gebäude für Kriegsliteratur und Kriegskunst finden wir als erfreulich zahlreiche Beweise regen geistigen Lebens in der Front eine stattliche Reihe von Kriegszeitungen zur Schau gestellt, die das starke Bedürfnis nach Lesestoff bekunden. Als eine der ältesten und wohl weitestverbreiteten repräsentiert sich äußerlich anspruchslos, aber reich an gediegenem Inhalt die im Auftrage des Präsidiums des Kriegsministeriums herausgegebene, in deutscher und sechs Landessprachen erscheinende „Feldzeitung“ (Streffleurs Militärblatt), als deren Schriftleiter Hauptmann Nagele des Kriegsministeriums zeichnet. Der unter Mitwirkung namhafter Schriftsteller und Gelehrter aus allen Wissensgebieten sorgsam zusammengetragene Stoff kommt dem Bildungsbestreben unserer Offiziere und Soldaten entgegen und wir sehen damit an einem neuen Beispiel Heeresleitung und Heeresverwaltung als werktätige Förderer geistiger und kultureller Interessen unseres Volkes in Waffen.“[5]

    „Die Eröffnung der Kriegsausstellung[6]

    Wien, 1. Juli

    Wir haben im Abendblatte eingehend über die Eröffnung der Kriegsausstellung berichtet. Erzherzog Franz Salvator, der bei dem Eröffnungsakt als Vertreter des Kaisers fungierte, unterzog die Ausstellung einer eingehenden Besichtigung und äußerte sich zu den Veranstaltern in Worten uneingeschränkten Lobes über die Mannigfaltigkeit und die Gediegenheit des Gebotenen.

    Der Rundgang des Erzherzogs

    Geführt vom Kriegsminister Generaloberst Freiherrn v. Krobatin, vom Präsidenten des Arbeitsausschusses Herrenhausmitglied v. Vukovic und den Mitgliedern des Ausschusses Rudolf Ritter v. Kraßl v. Traissenegg und Professor Witzmann betrat der Erzherzog die Trophäenhalle. Hier meldete sich der Direktor des Heeresmuseums Artillerie-Oberingenieur Dr. Wilhelm John und begleitete den Erzherzog bei dem Rundgang.

    Der Erzherzog interessierte sich ungemein für die russischen Geschütze und Gewehre. Sein besonderes Interesse erregten die Thronsessel des Königs Peter aus dem Konak und dessen Rednerpult aus der Stupschtina. Als der Artillerie-Oberingenieur Dr. John dem Erzherzog zwei improvisierte russische Minenwerfer zeigte, die aus Schrapnellhülsen hergestellt und in ausgehölte (Bemerkung: Schreibweise wie im Original) Baumstämme eingelassen, monatelang am Dunajec in Verwendung standen, sagte der Erzherzog: „Mein Sohn, der auch im Felde ist, hat mir von einem ganz ähnlichen Fall geschrieben.“

    Dann begab sich der Erzherzog in den nächsten Pavillon, der die deutschen Trophäen beherbergt. Dort übernahm Oberleutnant Schulze, der seitens des deutschen Generalstabes dem Kriegsministerium zugeteilt ist, die Führung. Nun wurde die Ausstellung der siebenten Abteilung des Kriegsministeriums besichtigt, wobei Oberstleutnant Wenzel und Rittmeister i. d. R. Friedrich Ritter v. Kraßl die Führung übernahmen. Der Erzherzog nahm hier zunächst die ausgestellten Objekte der Enzesfelder Munitionsfabrik in Augenschein, wobei ihm der Generaldirektor Gustav Tomala und Hauptmann Ritter v. Henriquez vorgestellt wurden, dann die Ausstellung der Eisenwerke Resicza, deren Generaldirektor Eberhard ebenfalls vom Erzherzog angesprochen wurde. Großes Interesse brachte der Erzherzog den Bildern des ihm vorgestellten Malers Coltz entgegen, welche die Wirkung des 30.5-Mörsers zum Ausdrucke bringen.

    Im anschließenden Raume besichtigte der Erzherzog die von den Munitionsfabriken Wöllersorf und der Gewehrfabrik in Steyr ausgestellten Objekte. Außer für die verschiedenen Arten Munition, die hier ausgestellt werden, interessierte sich der Erzherzog insbesonders für die Ausstellung der Kampfmittel unserer Gegner, wobei die berüchtigten serbischen Handgranaten, System Kragujevac, seine besondere Aufmerksamkeit erregten. Längere Zeit verweilte der Erzherzog bei der Patronenfüllmaschine (System Hauptmann Henriquez), die in einer Stunde 10.000 Patronen herzustellen vermag.

    Von dort begab sich der Erzherzog zu der Ausstellung der österreichischen Industriewerke Warchalowsky, Eißler & Co. und zu der Ausstellungsabteilung für Explosivstoffwesen.

    Im Pavillon für Pionierwesen, woselbst FML. Reinold die nötigen Aufkärungen erteilte, interessierte sich der Erzherzog besonders für die dort zur Veranschaulichung gebrachte Mitwirkung der Pioniertruppen bei der Eroberung Belgrads. In der Ausstellung des Militärgeographischen Insituts äußerte sich der Erzherzog gegenüber den ihn begleitenden Kommandanten des Militärgeographischen Instituts G. d. I. v. Frank und technischen Oberrat Pichler: „Sie haben jetzt viel Arbeit. Es ist nur zu bedauern, daß Sie die Leistungen Ihres Instituts, die so streng reservat sind, nicht ausstellen können.“ Auf dem weiteren Rundgang gelangte nun der Erzherzog mit seinem Gefolge in den Pavillon der Kriegsfürsorge, woselbst ihn FML. v. Löbl empfing. Der Erzherzog äußerte seine Überraschung über die glänzenden Resultate, welche die Sammlungen des Kriegsfürsorgeamtes erzielt haben und die tabellarisch in genauester Übersichtlichkeit dargestellt sind. Er bewunderte sodann die ausgestellten Arbeiten der Medailleurkünstler sowie die Ausstellung der Aktion für dänische Decken, woselbst Frau Generalkonsul v. Medinger, Frau Thonet und Frau v. Lederer vorgestellt wurden. Bei der Ausstellung des Schwarz-gelben Kreuzes sprach der Erzherzog mit dem Leiter Redakteur Siegfried Löwy und bemerkte, diese Aktion sei ungeheuer populär und habe große Erfolge erzielt. „Wie ist der gegenwärtige Stand Ihrer Aktion?“ fragte der Erzherzog, worauf Redakteur Löwy erwiderte: „Wir haben durch Spenden zwei Millionen für die Freitischkarten und für die Erzeugnisse mit dem Zeichen des Schwarz-gelben Kreuzes 1,000.000 K. eingenommen.“

    Im Pavillon des Generalgouvernements Lublin stellten sich dem Erzherzog der gewesene Generalgouverneur von Lublin Statthalter von Galizien FML. v. Diller, Hauptmann Rost als Vertreter des Generalgouvernements, ferner die Hauptleute Sucher und Kürner vor. Der Erzherzog interessierte sich sowohl für die tabellarischen Darstellungen als auch die zur Ausstellung gebrachten Produkte der Bergwerksbetriebe in hohem Maße und erbat sich wiederholt von den ihn begleitenden Offizieren detaillierte Auskünfte über die ausgestellten Objekte.

    Im Pavillon für Heeresausrüstung übernahm Oberleutnant Professor Havliczek die Führung. Der Erzherzog besichtigte die Exposition auf das genaueste und äußerte sich in lobender Weise über die Anordnung. Oberleutnant Professor Dr. Richter, der Erfinder einer neuen Aufbereitungsmethode für Nesselfasern, erteilte dem Erzherzog über dessen Wunsch einige Aufklärungen über das neue System.

    Im Pavillon des Landes Niederösterreich empfing Landesausschuß Bielohlawek und begrüßte als Vertreter des Landesausschusses den Erzherzog. Der Erzherzog besichtigte die Ausstellung der landwirtschaftlichen Abteilung und nahm mit Interesse die Mitteilung entgegen, daß der Landesausschuß bereits acht Schulen für Kriegsinvalide etabliert habe.

    Das nächste Objekt, das der Erzherzog einer eingehenden Besichtigung unterzog, war der Pavillon der Marine, woselbst ihn Konteradmiral Schanzer und Linienschiffsleutnant Leinweber empfingen. Konteradmiral Schanzer geleitete den Erzherzog zu dem von Herrn v. Krupp-Bohlen v. Halbach gestifteten, zur Benagelung für Kriegsfürsorgezwecke bestimmten U-Boot-Modell und bat den Erzherzog in einer Rede, die Benagelungsaktion einzuleiten. Erzherzog Franz Salvator erwiderte: „Ich schlage hiemit den ersten Nagel im Namen Sr. Majestät des Kaisers in dies U-Boot-Modell und wünsche der Aktion, daß sie ihren Zweck voll und im reichsten Maße erfülle.“ Der Erzherzog unterzog sodann die Marineausstellung einer eingehenden Besichtigung und bekundete besonderes Interesse für das Modell des Flaggschiffes „Tegetthoff“ sowie für den im Mittelpunkte des Saales aufgestellten Kamin der „Helgoland“, wobei er bemerkte: „Na, der war ordentlich im Feuer!“ Sodann erkundigte er sich, ob das Torpedoboot 51, das von feindlichen Geschossen getroffen worden war, schwimmend geblieben sei, worauf Konteradmiral Schanzer erwiderte, daß es bereits nach sechs Wochen vollkommen repariert wieder in Dienst gestellt werden konnte.

    Im Pavillon für Bauwesen erteilten Major Schmidt und Architekt Popovic dem Erzherzog Aufschlüsse über das interessante, zur Ausstellung gebrachte Material. Die Gruppe „Kriegsgräber“, die der Erzherzog bereits in Krakau eingehend besichtigt hatte, fand neuerdings seine Anerkennung und er bemerkte zu dem ihn begleitenden Hauptmann Rudolf Broch: „Obwohl ich über Ihre Ausstellung ganz orientiert bin, muß ich bekennen, daß sie mich von neuem in höchstem Maße interessiert hat.“

    Besonderes Interesse bekundete der Erzherzog ferner für die bekannte Hilfsaktion der Frau Oberrechnungsrat Ricka Jelinek-Walz (Österreichische Rote-Kreuz-Hilfsaktion für die Kinder schwerverwundeter Soldaten in den Spitälern Wiens). Die Dame, die von dem Erzherzog angesprochen wurde, konnte mitteilen, daß bis jetzt über 20.000 arme Soldatenkinder beteilt worden sind.

    Im Pavillon der Kunstausstellung des Kriegspressequartiers begrüßte der Vorstand des Kriegspressequartiers und Direktor des Kriegsarchivs Generalmajor Maximilian Ritter v. Hoen den Erzherzog und stellte sich ihm zur Führung in dieser Abteilung zur Verfügung. In diesem Pavillon hatte sich ein großer Teil der Maler und Künstler des Kriegspressequartiers eingefunden, die sich beim Rundgang des Erzherzogs den ihn begleitenden Persönlichkeiten anschlossen. Unter Führung des Generalmajors Ritter v. Hoen, der die nötigen Erläuterungen gab, besichtigte der Erzherzog zunächst die ausgestellten Bilder der Mitglieder des Kaiserhauses und dann die unserer verdientesten Generale und Korpskommandanten. Der Erzherzog drückte beim Abschied dem Generalmajor Ritter v. Hoen die Hand und erklärte: „Ich werde sehr bald wiederkommen und mir alle Bilder genau ansehen. Die Ausstellung des Kriegspressequartiers ist so schön, daß ich ihr einen eigenen Besuch abstatten muß.“

    Von dort begab sich der Erzherzog auf den Festplatz, wo die Deutschmeisterkapelle, vom Kapellmeister Watzek dirigiert, die Volkshymne intonierte. Er passierte das Ausstellungsrestaurant, das Kino, in dem die Aufnahmen der Eröffnung der Kriegsausstellung noch nachmittags zur Vorführung gelangten, und begab sich sodann, am Bundestheater vorbei, zum Ausgang, wo Ritter v. Kraßl die Beendigung des Rundganges meldete. Der Erzherzog dankte diesem für die rasche und übersichtliche Führung und verabschiedete sich hierauf nach mehr als zweieinhalbstündigem Verweilen in der Ausstellung vom Präsidenten des Arbeitsausschusses Hofrat v. Vukovic mit den Worten: „Ich gratuliere dem Herrn Hofrat zur Inszenierung der Ausstellung, die ich sehr schön und ungemein interessant fand. Der „Abteilung im Felde“ werde ich demnächst einen eigenen Besuch widmen.“ Dann wandte sich der Erzherzog zum Kriegsminister Generaloberst Freiherrn v. Krobatin und gratulierte ihm ebenfalls als dem hervorragendsten Aussteller. Vom Obersthofmeister Baron Lederer begleitet, verließ der Erzherzog um halb 2 Uhr nachmittags, von der in der Ausstellungsstraße angesammelten Menge begrüßt, die Ausstellung.

    Auch der Kriegsminister dankte namens des Kriegsministeriums dem Präsidenten des Arbeitsausschusses Hofrat v. Vukovic für die Mühe und Sorgfalt, mit der er diese Ausstellung, in der es so viel des Interessanten und Lehrreichen gebe, ins Leben gerufen habe.

    Der erste Besuchstag

    Um 2 Uhr nachmittags wurden die Kassen für den allgemeinen Besuch der Ausstellung eröffnet. Schon bei der Abfahrt des Erzherzogs hatten sich viele Hunderte Neugierige angesammelt, die ihm herzliche Ovationen bereiteten und auf den Einlaß warteten. In den Hallen der Ausstellung sowohl als auf den mit Blumen und Blattpflanzen geschmackvoll verzierten Plätzen und in der Avenue entwickelte sich bald ein lebhafter Korso. Die Ausstellung fand allseitig die größte Bewunderung, und die Pavillons waren von Besuchern dicht umlagert. Das Kino, in dem neben den neuesten Kriegsaufnahmen auch die Bilder von der Eröffnung der Kriegsausstellung mit dem Erzherzog vorgeführt wurden, fand starken Zuspruch. Auf dem Festplatz konzertierte eine von Kapellmeister Watzek für die Kriegsausstellung zusammengestellte Kapelle des Deutschmeisterregiments, außerdem die Regimentskapelle des 76. Infanterieregiments, und ein Orchester, das aus kriegsinvaliden Musikern besteht.

    Die Tourniquets (Bemerkung: Drehkreuze) der Ausstellung passierten bis in die Abendstunden über 22.000 Besucher.

    Ein ungemein interessantes Objekt ist der Musterbetrieb für Kleiderkonfektion für Militär und Zivil, den die vereinigten Kleiderexportfirmen F. W. Mautner und Renner & Band in dem Pavillon der Heeresverwaltung ausgestellt haben. Wir sehen hier in der anschaulichsten Weise die geradezu vorbildliche Tätigkeit der zu einem ungemein leistungsfähigen Zentralbetrieb vereinigten Firmen, deren großartig eingerichtete Fabrik in Wien, 7. Bezirk, Westbahnstraße 26, seit dem Kriegsbeginn für das Militärärar beschäftigt ist. Die Kleiderexportfirma F. W. Mautner (1. Bezirk, Heinrichsgasse 4) hat ihre Fabrik in Boskowitz, Mähren, und eine Filiale in Budapest (Balvany utcza 4) und besteht seit 1838, damals vom Großvater der jetzigen Besitzer Josef Mautner und Josef Eltbogen begründet. Auf gründlicher fachlicher Leitung und glänzender kaufmännischer Organisation aufgebaut, hat die Firma heute eine erste Stellung in ihrer Branche, die sie ihrem Chef, Herrn Josef Eltbogen, verdankt, welcher die Vereinigung mit der Firma Renner & Band schuf, um mit Kriegsbeginn eine große leistungsfähige Konsortialfirma zu begründen. Diese letztere Firma besteht seit 25 Jahren in Wien, 2. Bezirk, Untere Augartenstraße 4, und hat sich durch die Tüchtigkeit ihrer Chefs, der Herrn Leopold Renner und Leopold Band, ein wohlbegründetes Ansehen in allen Kreisen geschaffen. In dem ausgestellten Musterbetrieb ist zu erkennen, was kaufmännisches Genie, verbunden mit Großzügigkeit, im Interesse der Allgemeinheit zu leisten vermag, und Herr Josef Eltbogen, der geistige Schöpfer der so trefflichen Firmenvereinigung, darf auf den Erfolg seiner Gründung mit Recht stolz sein. Herr Eltbogen ist Ehrenmitglied des „Invalidendank“, für den er eine Lebensstifung gespendet hat und wurde heuer mit dem Ehrenzeichen zweiter Klasse vom Roten Kreuz dekoriert.

    Die Kleinindustrie in der großen Entwicklungsform der modernen Technik zeigt die ungemein geschmackvolle Exposition der Wiener Metallwaren-, Schnallen- und Maschinenfabrik vormals Ferdinand Schar, Wien (gegründet 1855) und Albert Hauer, Graz, (gegründet 1847), die im Pavillon des k.u.k. Kriegsministeriums, Abteilung III, untergebracht ist. Eine hübsche Idee des Direktors Albert Smolka war es, die Fabrikate aller Art zu einem effektvollen Wandtableau zu arrangieren, welches in hübscher Mosaikarbeit das neue gemeinsame Wappen Österreich-Ungarns darstellt, das jedem Beschauer wirksam auffällt. Auf den Schautischen finden wir andere Erzeugnisse der Firma, wie Kummeteisen (Bemerkung: Ring um den Pferdehals, -brust) für Train- und Artilleriebespannung, Trensen, Gebisse, Pferdestriegel, Karabiner in allen Größen und all die mannigfachen Dinge, die von der Heeresverwaltung gebraucht wurden und welche die Wiener Metallwarenfabrik mit ihren musterhaften Fabriksanlagen und Einrichtungen in der zufriedenstellendsten Weise liefern konnte. Die Fabrik stellt in ihrem Etablissement in Schwechat, das ein Areale von 100.000 Quadratmeter bedeckt und Wasser-, sowie reichliche motorische Kraft benützt, mit ihren 400 Arbeitern außer dem gewaltig großen Armeebedarf, der sämtliche Erzsorten für die Heeresausrüstung, wie Beschläge für Rucksäcke, Brotsäcke, Patrontaschen, Patrontornister, Spatenfutterale, Traggerüste, Feldflaschen, Beschläge für alle erdenklichen Riemen und Gurten, Zeltbeschläge u. v. a. umfaßt, auch noch Massenartikel für die zivile Industrie her, die sich der bewährtesten Anerkennung erfreuen. Die Leitung des technischen Betriebes liegt in den Händen des Ingenieurs Ferdinand Schar, während die Herren Otto und Albert Smolka sich in die Verwaltung und kommerzielle Direktion des angesehenen und groß angelegten Unternehmens teilen. Anläßlich der feierlichen Eröffnung wurde Direktor Albert Smolka durch eine Ansprache des Herrn Erzherzogs Franz Salvator ausgezeichnet.

    Sehr hübsch präsentiert sich die eigenartige auch ausstellungstechnisch beachtenswerte Abteilung der Koh-i-nor-Werke, Waldes & Co., größte Druckknopffabriken der Welt, Wien, Prag-Wrschowitz, Dresden, Warschau, die den besonderen Beifall des Erzherzogs Franz Salvator fand.

    Inmitten einer architektonisch überaus gelungenen Koje bringt auf einem Granatensockel das lebensgroße Standbild eines k.u.k. Zugsführers in bester Weise, die von Waldes & Co. erzeugten Heeresbedarfsartikel und, was besonders reizvoll ist, deren Benützung zur Veranschaulichung. Sinnreich sind die an der Ausrüstung befindlichen Waldes-Fabrikate rot umkreist und durch Schnüre mit den am Fuße der Figur kreisförmig angeordneten Kästen verbunden, die Massen der betreffenden Uniformstücke enthalten. An den Wänden zeigen Aufnahmen die Waldes-Munitionserzeugung, vervollständigt durch davorliegende Stücke des Werdeganges der Granaten, Schrapnells, Zünder, Sprengkapseln u. a. m.

    Als Armeelieferantin hat die Firma F. Brauns Söhne, k.u.k. priv. Fabrik von Gußstahl, Feilen und Armeebedürfnissen in Schloß Schöndorf bei Vöcklabruck, Oberösterreich, eine hübsche Zusammenstellung von Fabrikaten ausgestellt. Das Unternehmen wurde 1849 gegründet, befaßt sich zum großen Teil mit der Anfertigung von Qualitätsfabrikaten und liefert schon seit dem Jahre 1854 für die k.u.k. Heeresverwaltung sowie für die k.k. Staatsbahnwerkstätten, k.k. Salinen usw.

    Es gelangten zur Ausstellung Fabrikate aus Elektrostahl, und zwar aller Gattungen Feilen, Werkzeuge, gewehrschußsichere Konstruktionen für Beobachtungsbau, Schutzschilde für Maschinengewehre, tragbare Schutzschilde, Sappenschilde, Gewehraufsteckschilde, Kavalleriesättel, aus Stahl gewalzte Schaufeln, Armeespaten und diverse Gegenstände, wie solche von der k.u.k. Heeresverwaltung benötigt und ihr seit Kriegsbeginn geliefert werden.

    Die Metall- und Lederwarenfabrik Wolff, Baab & Co., Wien, XIV/1, Pretzsinggasse 20, hat u. a. interessanten Neuheiten Feldflaschenriemen von Zellfstoff ausgestellt, die einen vorzüglichen und billigen Ersatz für Lederriemen bieten und die in der k.u.k. Armee bereits Verwendung finden. Besonders wird auf den von der Firma ausgestellten versperrbaren Rucksackverschluß „Ernol“ aufmerksam gemacht, der seiner praktischen Konstruktion wegen jedem Soldaten und Touristen zur Anschaffung bestens empfohlen werden kann.

    Die altrennomierte (Bemerkung: Schreibweise beibehalten) Firma Leopolder & Sohn, Wien und Leipzig, bringt in einer übersichtlichen Exposition Telegraphenapparate in der Ausführung vor dem Kriege und Apparate mit den durch die Verbrauchsverordnungen der Kriegszeit bedingten Ersatzmaterialien zur Schau. Das Objekt dieser Firma, die sämtliche Apparate und Apparatbestandteile für das Telegraphenbureau des k.u.k. Generalstabes liefert, wurde von dem Erzherzog mit besonderem Interesse besichtigt.

    In der Gruppe Bekleidung, in der Oberlt. Prof. Havlicek von der 13. Abt. des k.u.k. Kriegsministeriums die Führung übernahm, fällt vor allem die besonders geschmackvolle Kollektivausstellung der Tuch-Baumwolle- und Leinen-Lieferungsgesellschaften für das k.u.k. Heer und der Tuchlieferungsgesellschaft für die k.k. Landwehr ins Auge.

    Hier werden die vor dem Kriege und während desselben verwendeten Uniformen sowie Bekleidungs- und Ausrüstungssorten aus Baumwolle und Leinen in künstlerisch entworfenen lebenswahren Gruppen zur Darstellung gebracht und auch die verschiedenen Stadien der Erzeugung aller einschlägigen Stoffe vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkte in übersichtlicher Form dem Besucher gezeigt. Das Objekt erregte das besondere Interesse und Wohlgefallen des Erzherzogs.

    Besondere Aufmerksamkeit schenkte der Erzherzog den von der Lichtindustriegesellschaft, Wien, III., Fasangasse, ausgestellten Scheinwerfern allerneuester Konstruktion. Der Direktor der Gesellschaft, Herr Franz Rotter, durfte dem Erzherzog die verschiedenen Typen von Scheinwerfern zeigen und der Erzherzog interessierte sich in hohem Maße für diese Objekte.“

    Abbildung 2: Plan der Ausstellung[7]

    Endlich ist der kleine Franzi gemeinsam mit Onkel Rudi in der Kriegsausstellung und schaut sich die 25 Abteilungen an. Onkel Rudi kauft einen Ausstellungskatalog, damit der kleine Franzi später die abgebildeten Fotos und Zeichnungen ansehen kann. Die Abteilungen sind:

    Trophäenhalle mit erbeuteten Waffen durch Österreich-Ungarn, Deutschland, der Türkei und Bulgarien
    Der kleine Franzi ist ganz begeistert von den erbeuteten Kriegstrophäen. Man schreibt: „In die Millionen geht die Zahl der Kriegsgefangenen, Hunderttausende von Handfeuerwaffen und Tausende von Geschützen sind die stummen aber eindrucksvollen Zeugen unserer Siege. Wie eine Mauer aus Eisen und Stahl starren uns die Trophäen unserer sieggekrönten Armeen entgegen, trotzdem in der Trophäenhalle nur ein kleiner Teil der unermesslichen Siegsbeute repräsentiert ist, aber die gewaltige Fülle spricht hier für sich, es bedarf keiner ruhmredigen Worte.“[8]

    Artilleriewaffen und Munition
    Franzi wird von einem Standbild der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Artillerie, empfangen. Er sieht einen 30,5 cm M.11 Mörser, nachgebildet im Auftrag von Baron Skoda aus Holz. Die echten Waffen werden ja an der Front benötigt.

    Pionier- und Sappeurwesen
    Ein Diorama stellt die Nacht vom 6. auf den 7. Oktober 1915 dar mit Überschiffung der Donau bei Zemun. Brückenbau, Zillenbau, Flammenwerfer, Scheinwerfer und andere Kriegsmittel werden gezeigt.

    Militärgeographisches Institut
    Bilder, Fotos und Karten der verschiedenen Kriegsschauplätze sind zu sehen

    K.u.k. stabiles Eisenbahn-Zeugsdepot Korneuburg
    Unter anderem sind ein russischer Pferdefeldbahnwagen und Telegrafen ausgestellt.

    Kriegsfürsorge
    Hier werden Vertriebsgegenstände zur finanziellen Unterstützung der Soldaten ausgestellt und verkauft, beispielsweise dänische Ersatzstücke mit Papierfüllung für Decken.

    Generalgouvernement Lublin
    Franzi sieht Karten, Bilder, Trachten und diverse Gegenstände von und aus Galizien.

    Ausrüstung und Bekleidung
    Hier sieht Franzi die Entwicklung der k.u.k. Uniformen. Bunte Uniformen gab es bis 1907. Bis 1915 waren hechtgraue Uniformen gebräuchlich und ab 1915 feldgraue Uniformen. Dadurch waren die Soldaten dem Boden und dem grünen Gelände angepasst. Glänzende Gegenstände, wie Knöpfe, wurden durch matte Materialien ersetzt.

    Land Niederösterreich mit Gewerbeförderung, landwirtschaftlichem Unterrichtswesen und Invalidenfürsorge
    Der Krieg hat Auswirkungen auf die Versorgung der Armee und der Zivilbevölkerung. In Musterwerkstätten werden etwa Sattlererzeugnisse, Metallwaren, Bekleidung, Uniformen etc. erzeugt. Es sind Modelle von landwirtschaftlichen Lehranstalten ausgestellt und Fotos von Kriegsinvaliden bei landwirtschaftlichen Arbeiten.

    Marinesektion
    Sehr interessant für Franzi sind die Fotos und Bilder der Seeschlachten und der Schiffe. Er sieht das Modell eines U-Bootes und einen zerschossenen Kamin des Kreuzers „Helgoland“.

    Sanität mit amtlicher und freiwilliger Sanitätspflege, orthopädischem Spital und Invalidenschulen sowie Sanitätsindustrie
    Die wesentlichste Aufgabe des Militärsanitätswesens erstreckt sich auf die Erhaltung und Förderung sowie die physische Wiederherstellung der Kriegstüchtigkeit des Soldaten.[9] Es werden Impfstoffe gegen Typhus, Cholera und Ruhr gezeigt, sowie Geräte und Gegenstände, die in einem Spital benötigt werden. Die Tätigkeit des Roten Kreuzes wird in einem Diorama gezeigt.
    Eine Prothesenfabrik zeigt die Herstellung künstlicher Gliedmaßen, in einer Invalidenschule lernen Verwundete mit den Prothesen umzugehen, um wieder in das Berufsleben eingegliedert zu werden.

    Verpflegung, Verpflegsausrüstung, Bettenwesen und Konservenerzeugung
    Ausgestellt sind Küchen, Backöfen, Verpflegung von Pferden, Speisezettel der Kriegsgefangenen, Getränkefässer, Teigknetmaschinen, verschiedene Konserven und Felddampfwäschereien.

    Veterinärwesen
    Die k.u.k. Tierärztliche Hochschule in Wien zeigt Bilder über die Rotzkrankheit, Rinderpest, Beschälseuche, Räude und andere Tierseuchen, Impfstoffe und Tierspitäler.

    Trainzeugsdepot
    Es werden Fuhrwerke, Beschirrung der Pferde, Verpackungen, Seilerwaren, tierärztliche Requisiten u. a. gezeigt.

    Elektro-Telegraph
    Der kleine Franzi bestaunt neuartige Telefon- und Telegrafenapparate.

    Kriegsgewerbliche Erzeugnisse
    Sieben Unternehmen stellen Munition, Bajonette, Stacheldraht etc. aus.

    Kriegsgefangenenwesen
    Franzi ist ganz begeistert vom Diorama des Kriegsgefangenenlagers in Grödig bei Salzburg. Fotos zeigen Gefangenenlager in Sibirien und in Italien. Es sind zehn Gipsmasken der „interessantesten russischen Rassetypen“ ausgestellt. Die Schädelstudien wurden von Dr. Rudolf Pöch[10] durchgeführt.
    Bemerkung: heute (2024) sind diverse Gegenstände aus dem Nachlass von Pöch in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), dem Naturhistorischen Museum, im Wiener Phonogrammarchiv und Filmarchiv Austria zu finden.

    Bauwesen
    Franzi betrachtet Fotos von neu erbauten Anlagen. Es wurde sehr viel gebaut, Kasernen, Munitionsfabriken, Fabriken für Flugzeuge, Werkstätten, Kriegsmaterial usw. Es wurden Barackenspitäler und Rekonvaleszenzheime für Verwundete gebaut, und natürlich auch Pferdespitäler. Straßen und Brücken sind für die schweren Geschütze nicht ausgelegt und müssen Instand gehalten werden.

    Kriegsgräber Abteilung
    „Die Ausstellung von Arbeiten der Kriegsabteilung des k.u.k. Kriegsministeriums bezweckt, die Öffentlichkeit über die Art der Gräberfürsorge in den Kampfgebieten auf österreichisch-ungarischem Gebiet zu unterrichten. Vor allem haben die Angehörigen der braven und heldenmütigen Soldaten, die für die Befreiung des Heimatbodens, für die Sicherung des Reiches und für den unvergänglichen Ruhm der österreichisch-ungarischen Armee ihr Leben hingeopfert haben, ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie die heilige Pflicht der Pietät erfüllt, wie die Dankbarkeit des Vaterlandes gegenüber den gefallenen Kriegern bei der endgültigen Beisetzung ihrer sterblichen Hülle Ausdruck gegeben wird.“[11]

    Feldvikariat
    Hier werden leicht transportierbare Feldkapellen ausgestellt. Der Feldkapellentornister enthält alle Gegenstände zum Lesen einer Messe im Felde.

    Kunst
    Hier werden Bilder, Berichte und Bücher über den Krieg gezeigt.

    Kriegsliteratur
    wie oben

    Photographie
    wie oben

    Freistehende Objekte
    wie oben

    Feldpost
    2.215 Feldpostleute bearbeiten bis zu 6 Millionen Briefe am Tag (!), über acht Millionen Pakete im Jahr 1915, sowie den Geldverkehr.[12]

    Ukrainische Legion
    Im August 1914 meldeten sich 27.682 Freiwillige zur Ukrainischen Legion. Karten der Kampflinien, Broschüren, Zeitschriften und Tabellen der Ukrainer sind zu sehen

    Kraftfahrzeuge
    Der kleine Franzi steht vor dem ersten österreichischen Kraftwagen „Markus“ aus dem Jahr 1875, dem ersten Armee-Lastkraftwagen aus dem Jahr 1898, dem ersten Armee-Vierräderantriebszugwagen aus dem Jahr 1905. Weiters sieht er Motorschlitten und Fotos.

    Flugzeuge
    Russische Flugzeuge, italienische Fliegerbomben und Fliegergewehre.

    „Im Felde“
    Franzi kann hier einen Schützengraben mit Minenwerfer, Maschinengewehren, Scheinwerfer und anderem Kriegsmaterial sehen. In einem anderen Teil der Kampfstellung gelangt man durch Karstschluchten an die Oberfläche. Hier werden die Verhältnisse im Karstgebirge verdeutlicht mit Unterkünften und einer Felsküche. Den feinen Damen wird von Herren geholfen, da die Verhältnisse beengt sind. Zur Unterhaltung des Publikums gibt es eine Bierausschank, Speisen aus einer Fahrküche und eine Gulaschkanone. In einem Unterstand hinter der Front ist eine Labestation mit einem Heurigen untergebracht. Franzi bekommt zur Feier des Tages ein Gulasch und ein Kracherl, Onkel Rudi trinkt ein Krügerl.

    Tiroler Soldatenzeitung
    Die tägliche Abendausgabe der „Tiroler Soldatenzeitung“ wurde in einer Felddruckerei gedruckt und verkauft.

    Abbildung 3: Lageplan „Im Felde“
    https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/pageview/473231
    Creative Commons Gemeinfrei 1.0 International Lizenz

    Es ist schon spät am Abend, Franzi ist sehr müde, aber ganz begeistert von diesem wunderschönen Tag, den er mit seinem Onkel Rudi verbringen durfte. Für den kleinen Franzi war der heutige Tag irrsinnig spannend. Zuerst die Watsch’n vom Bischof, das war mehr ein Streicheln über Kopf und Wange und dann die Kriegsausstellung. Krieg ist ja so schön, unsere Armee ist so stark, wir werden es den Feinden schon zeigen und siegreich sein.

    Wenige Tage nach dem Besuch der Kriegsausstellung stehen zwei Offiziere vor der Wohnung. Sie klopfen an der Tür, Frau Mutter öffnet. Der kleine Franzi hört sie sagen, dass feindliche Granaten in die Stellung eingeschlagen haben und auch das Lazarett, obwohl etwas entfernt von der Front, getroffen wurde. Herr Vater, der Arzt, wurde beim Angriff getötet und auf einem Kriegerfriedhof beigesetzt. Alles was dem kleinen Franzi bleibt ist eine Fotografie von Herrn Vater gemeinsam mit Frau Mutter und ihm.

    Im Mai und Juni 1918 fand im Prater eine Ersatzmittelausstellung statt.[13] Die Versorgungslage der Bevölkerung wurde immer schlechter, sie war an einer Kriegsausstellung nicht mehr interessiert. Es wurden Nahrungs-, Bekleidungs-, Tierfuttermittel-, usw. Ersatzprodukte gezeigt. Beispiele sind Zichorie als Kaffeeersatz, Papierbekleidung, Stopfen von Strümpfen, usw.

    Im Park der Universität Wien gibt es ein Denkmal zum Gedenken an die gefallenen Ärzte im Weltkrieg. Es ist von der Ärzteschaft Österreichs gewidmet. Manchmal steht ein Ur-Urenkel des „Herrn Vater“ davor. Er selbst ist Arzt, genauso wie ein Teil seiner Ahnen. Er denkt an die Geschehnisse im Ersten Weltkrieg, an den Urgroßvater Franzi, der seinen Vater nur etwa zwölf Jahre lang kennen durfte. Am Denkmal ist „ANTIFA“ mit Farbe gesprüht zu erkennen, der QR-Code davor (nicht im Bild) ist mutwillig beschädigt. Er fragt sich: „Wusste mein Ahne, was ein Faschist ist oder war? Wissen meine Mitbürger heute, was ein Faschist ist oder war? Verallgemeinernd: haben wir aus unserer Geschichte etwas gelernt?“

    Abbildung 4: Denkmal der gefallenen Ärzte, © Günter Zwickl (Datum: 17. 6. 2024)

    Bemerkung: Das Denkmal wurde gereinigt im Zeitraum Juni 2024 bis Mai 2026 (Datum: 17. 5. 2026)

    Abbildung 5: Plakat „Der Schützengraben im k.k. Prater“,
    Quelle: https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/104088-plakat-fuer-die-kriegsausstellung-1916-schuetzengraben-im-k-k-prater-marineschauspiel-riesendiorama-von-goerz-und-umgebung-und-kriegs-und-sanitaetshunde/ (23. Juli 2024), CC0

    Abbildung 6: Teilansicht der Artilleriehalle mit dem 30.5 cm-Mörser-Modell
    Quelle: Offizieller Katalog der Kriegsausstellung Wien 1916; mit einem Ausstellungsplan, zwei kleinen Planen und vielen Illustrationen; Herausgegeben vom Arbeits-Ausschuss; dritte Auflage, Wien 1916, Buchdruckerei „Industrie“, Wien VII , Seite 43 (Bild digital bearbeitet)

    © Günther Wenth. Die hier veröffentlichten Inhalte unterliegen dem österreichischen Urheber- und Leistungsschutzrecht. Jegliche Verwertung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Autorin bzw. des Autors. Inhalte und Rechte Dritter sind als solche gekennzeichnet.


    [1] zu Kardinal Piffl siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich Gustav_Piffl (8. Juli 2024)

    [2] über die Welt der Habsburger siehe auch https://www.habsburger.net/de/kapitel/fuer-gott-kaiser-und-vaterland (8. Juli 2024

    [3] siehe dazu auch https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Kriegsausstellung_1916_im_Wiener_Prater (8. Juli 2024

    [4] Quelle: Offizieller Katalog der Kriegsausstellung Wien 1916; mit einem Ausstellungsplan, zwei kleinen Planen und vielen Illustrationen; Herausgegeben vom Arbeits-Ausschuss; dritte Auflage, Wien 1916, Buchdruckerei „Industrie“, Wien VII, Seite 6

    [5] Quelle: Neue Freie Presse Abendausgabe, Samstag, 1. Juli 1916, Seite 3
    https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=19160701&query=%22Er%c3%b6ffnung%22+%22kriegsausstellung%22&ref=anno-search&seite=21 (14. August 2023)

    [6] Quelle: Neue Freie Presse, Sonntag, 2. Juli 1916, Seite 18f.
    https://anno.onb.ac.at/cgi- content/anno?aid=nfp&datum=19160702&query=%22kriegsausstellung%22+%22prater%22&ref=anno-search&seite=18 (15. August 2023)

    [7] Offizieller Katalog der Kriegsausstellung Wien 1916; mit einem Ausstellungsplan, zwei kleinen Planen und vielen Illustrationen; Herausgegeben vom Arbeits-Ausschuss; dritte Auflage, Wien 1916, Buchdruckerei „Industrie“, Wien VII , Anhang ohne Seitenangabe

    [8] Offizieller Katalog der Kriegsausstellung Wien 1916, Seite 20

    [9] Offizieller Katalog der Kriegsausstellung Wien 1916, Seite 99

    [10] https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_P%C3%B6ch (9. Juli 2024)

    [11] Offizieller Katalog der Kriegsausstellung Wien 1916, Seite 142

    [12] Offizieller Katalog der Kriegsausstellung Wien 1916, Seite 181

    [13] https://ww1.habsburger.net/de/kapitel/die-ersatzmittel-ausstellung-im-prater-1918 (11. Juli 2024)